Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Die Leiter-Technik – heraus aus dem emotionalen Loch

Jeder steckt mal drin, im tiefen, schwarzen Loch. Alles ist doof, man hat keinen Bock auf gar nichts und was fast am schlimmsten ist: Je mehr man darüber nachdenkt, desto tiefer rutscht man hinein. Sicherlich: man könnte sich jetzt auf die Suche nach erlösenden Drogen machen, aber warum das Blödsinn ist, muss man niemandem erzählen. Das Gute ist: Es gibt da eine leicht anzuwendende Technik, um da wieder raus zu kommen: Die Leiter.

Die Sprossen finden, die einem wieder heraus helfen

Jeder hat, sagen wir, fünf bis sieben „Sprossen“, die man auf jeden Fall einsetzen kann, um langsam wieder heraus zu kommen. Meine sind

  1. Essen (Meine Laune verläuft exakt parallel zu meinem Blutzuckerspiegel. Wenn ich also richtig tief unten im Loch bin, ist etwas Gutes zu essen, immer die erste Maßnahme) 
  2. Tageslicht und frische Luft (Dieser Tipp ist weder besonders crazy, noch kreativ, aber er hilft. So ticken wir Menschen nun mal. Hilft übrigens auch, wenn man eigentlich überhaupt keinen Bock hat, rauszugehen)
  3. Musik (Jeder hat ihn: Den einen Song, das eine Album, das einen immer wieder gut drauf bringt. Man könnte es analysieren warum das so ist, ist aber auch egal. Wenn es hilft, dreh‘ es auf!)
  4. Sport (Es fühlt sich sehr gut an, das Zepter wieder in der Hand zu haben; aktiv zu sein. Niemand erwartet Höchstleistungen, wenn man gerade down ist, aber sagen zu können „Ich zieh mein Ding trotzdem durch“ ist unbezahlbar. Keine Bestmarken anstreben, einfach den Kreislauf in Gang bringen)
  5. Mit Freunden treffen (Ich kann dann nicht immer über mich reden, aber darum geht es auch nicht. Andere Menschen sehen, andere Geschichten hören, das bringt jeden auf andere Gedanken)

Für jeden mögen die Stufen andere sein. Vielleicht hat der eine nur drei, die andere aber hat sieben Stufen, die sie braucht, um wieder aus dem Loch zu kommen. Aber es ist wichtig, wenn man sich emotional schon im Schlamm versinkt, nicht auch noch selber tiefer zu graben.

Schreibt mir gerne eure „Sprossen“…

One Response to Die Leiter-Technik – heraus aus dem emotionalen Loch

  1. Jan Persiel sagt:

    Ich nehme gerne meine Kamera und versuche ein Foto zu machen, das ich schon eine Weile im Kopf habe. Dazu muss man übrigens auch oft raus, und kann auf dem Weg zum „Shooting“ Musik hören :)

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