Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Ich helfe mir selbst, dann hilft mir jeder

Ich helfe mir selbst, dann hilft mir jeder

Schon einmal versucht, jemanden hochzuheben, der nicht mithilft? Das ist fast unmöglich. Meine Erfahrung ist, sobald man sich selbst aufrichtet, helfen andere weiter. Das Dumme ist nur: Seinen Hintern hochkriegen muss man erst mal selber. Ich sage nicht, dass das leicht ist. Aber es ist möglich. Immer. Der erste Schritt muss alleine gemacht werden, dann kommen andere zur Hilfe. Aber der erste Schritt muss eben wirklich von einem selbst kommen. Ich empfehle also, das Verdrängen, die Suche nach Erklärungen und den Selbsthass wegzulassen. Wenn man sich selber aufgerichtet hat, kann es losgehen!

Vor allem bei neurologischen Krankheiten ist das Motto: „Reizen, reizen, reizen!“ Man darf sich nicht hängen lassen! Leider sind also der Schweinehund, der gerade mit der Depression knutscht und die dich beide zum Kuscheln auf dem Sofa einladen, starke Feinde. Aber jeder kann sie besiegen.

Ein Beispiel für eine normale Woche von mir:

  • Montag 5:50 Uhr Aufstehen, Fitness vor der Arbeit
  • Dienstag 6:30 Uhr Aufstehen, neurologische Übungen
  • Mittwoch 18:30 Uhr TaiJi-Training
  • Donnerstag 6:30 Uhr Meditation und Stretching
  • Freitag 5:50 Uhr Aufstehen, Fitness vor der Arbeit
  • Samstag 16:00 Uhr Spinning
  • Sonntag: Meditation und Erholung

Daneben fahre ich täglich 6 km mit dem Fahrrad zur Arbeit und zurück. Vielleicht ist das nicht der goldene Weg für jeden, aber für mich hat er sich bewährt. Das muss nicht sofort auch der Level für den Anfang sein, aber ein Hexenwerk ist es auch nicht. Jeder kann und sollte jeden Tag für sein Ziel kämpfen! Allerdings musste ich meinen Schweinehund über mehrere Jahre bearbeiten, bis ich da angelangt war. So ein Wochenplan ist schließlich nicht unbedingt das, was man sich unter einem entspannten Alltag vorstellt.

Andere mitnehmen

Immer wenn ich Freunden oder Helfern erzählt habe was ich tue, waren sie sehr motiviert, mir bei dem kleinen Schritt zu helfen, der noch nötig war. Einer neuen Krankengymnastin habe ich das so erzählt:

„Passen Sie auf: Zu meiner Gesundheit wird nur ein Mosaik aus Lösungen führen, und die ersten Teile habe ich schon zusammen. Psychotherapie, Mentaltraining, Fitness, TaiJi, Cardio, Ernährungsberatung, Akupunktur, Osteopathie und Akupressur. Was ich von Ihnen brauche, ist der Mosaikstein Physiotherapie. Denken Sie, Sie können das leisten?“ Sie war baff, aber begeistert. Diese Frau war niemals unsicher, wie sie mir helfen konnte, und sie wagte es nie, mich zu unterfordern. Wenn man selbst schon eine Grundenergie mitbringt, können andere diese Energie leichter verstärken.

2 Responses to Ich helfe mir selbst, dann hilft mir jeder

  1. Krabbenhueter sagt:

    Hallo,

    habe das Buch bei amazon runtergeladen und musste feststellen, dass der Text unvollständig dargestellt wurde. Oft sind Satztanfänge verschwunden. Amazon hat sich darum gekümmert aber keine Lösung gefunden. Warscheinlich ist die Formatierung fehlerhaft.
    Wenn sich der Autor bitte noch einmal damit beschäftigen würde? Ich würde das Buch sehr gern lesen. Aber die anderen Beschaffungsmöglichkeiten sind mir nicht verfügbar.
    Die Abschnitte, die ich lesen konnte, haben mein Interesse geweckt.
    Gruß Krabbenhueter

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