Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Wie alles begann

Wie alles begann

Wenn du diesen Text liest, hat dir vielleicht irgendein weißer Kittel etwas wahrscheinlich ziemlich Ätzendes verkündet. Mit einem Fremdwort als Diagnose, mit düsteren Aussichten und wenig Hoffnung. Kurz: Wahrscheinlich geht es dir wie mir 2006 – als wäre ich auf der Autobahn des Lebens einfach bei voller Fahrt aus dem Fenster geworfen worden.

Ich hatte in den letzten Jahren oft Schwierigkeiten mich zu motivieren und war haarscharf davor, die Hoffnung zu verlieren und etwas sehr, sehr Dummes zu tun. „Sie können sich schon auf den Rollstuhl einstellen.“ „Haben Sie jemanden, der Sie pflegen würde?“ „Die 40 werden Sie wohl nicht erleben.“ So eine Sch…. habe ich mit 23 Jahren gehört. Der Arzt sprach von absterbenden Zellen, von keiner Aussicht auf Heilung, er sprach von irreparablen Schäden am Gehirn. Und das in einem gleichgültigen Ton, als würde er eine Betriebsanleitung vorlesen. Da stand ich völlig fertig mit dieser zerstörerischen Diagnose in der Hand vor diesem Idioten in Weiß und bekam mein Herz zerrissen.

An Ärzten zweifeln lernen

Die Diagnose und die Kompetenz des Arztes in Zweifel zu ziehen, kam mir erst gar nicht in den Sinn. Er war der Profi. Doch dann habe ich einen Gedanken erwischt, der mich an meinen eigenen Haaren aus dem tiefen, ekligen Sumpf wieder rausgezogen hat: „Was, wenn ich der erste bin?“ „Was, wenn er sich irrt?“ „Was, wenn ich einen Weg finde, den er nicht kennt?“ Und damit hatte ich die Grundlage für all meine Kraft für einen anderen Umgang mit der Krankheit gefunden.

Trotz der sozialen Inkompetenz, die mir durch viele weiße Kittel in den vergangenen Jahren entgegenschlug, ist die Autorität von Ärzten riesengroß. Oft bestimmt zu recht, manchmal aber eben auch nicht. Mittlerweile ist mir eines klar: Dieser soziale Trampel aus der Uni-Klinik hatte vielleicht vor 20 Jahren studiert. Wenn der Stand seiner Lehrwerke auch nur etwas veraltet war, war er 25 Jahre hinter dem neuesten Stand der Forschung. Hinzu kam, dass es ihn scheinbar nicht die Bohne interessierte, was man inzwischen herausgefunden hat über Selbstheilungskräfte des Gehirns. Man kann natürlich niemanden zwingen, sich weiterzubilden und die eigenen Dogmen zu überprüfen, aber dann so auf 23jährige loszugehen und ihnen die veralteten, falschen Diagnosen mit auf den Weg zu geben, ist verantwortungslos.

Du kannst gesund werden!

Mittlerweile habe ich so viel über das Gesundwerden gelernt, dass ich dir sagen kann: Egal, was man dir gesagt hat. Es geht bergauf! Pardon, es kann bergauf gehen! Warum ich das glaube, will ich genau erklären. Damals hätte ich selbst genau so einen Text gebraucht mit Tipps, die ich zuerst hätte ausprobieren sollen und mit Wahrheiten, die ich selber erst mühsam finden musste. Vielleicht hilft es dir ja und ist dir eine Abkürzung. Ich bin mit meiner Reise noch nicht am Ende. Ich schreibe dies nicht als jemand, der es geschafft hat, als strahlendes Vorbild. Aber vielleicht kannst du dir von mir wertvolle Ideen abholen.

Das Dumme ist nur: Dazu musst du sehr wahrscheinlich wohl Vieles überdenken, was sich so gemütlich in das Sofa deines Lebens eingepupst hat. Wird es schwer? Oh ja! Wird es aufrüttelnd? Auf jeden Fall. Aber ist es auch möglich? Ja! Ganz offiziell: Ja, du kannst gesund werden. Vielleicht wird nicht alles in deinem Körper wieder wie vorher. Aber „gesund“ heißt für mich, das Leben führen zu können, das man führen will. Mit den Fähigkeiten, die einem am wichtigsten sind. Mit all dem, was für dich das Leben lebenswert macht, egal ob andere das für realistisch halten oder nicht. Die Selbstheilungskräfte des Körpers sind absolut erstaunlich und mit der richtigen Einstellung wirst du sie aktivieren können. Das heißt für mich gesund werden.

Woher ich das weiß, ohne dich zu kennen? Nun, in den vergangenen Jahren habe ich viele scheinbare Wahrheiten über das Kranksein am eigenen Leib erfahren. Das würde ich dir gerne ersparen. Ich kann dir deine Gesundheit nicht servieren, aber ich verspreche dir eine Reihe von sehr hilfreichen Abkürzungen auf dem Pfad des Lebens zu mehr Gesundheit.

Es gibt natürlich für jede Situation und für jede Krankheit unfassbar viele Wege der Therapie und der Behandlung, viele Medikamente, Studien und Ansätze. Die will und kann ich gar nicht beurteilen. Was ich aber weiß:  Das stärkste Medikament ist in dir selbst. Für diese Erkenntnis habe ich sechs Jahre gebraucht.

Also egal, was du hast, was auf den Zetteln deiner Ärzte steht oder was Google alles Angsterfüllendes über deine Krankheit zusammenträgt: Du kannst gesund werden. Das soll dein Ziel und deine Grundeinstellung werden. – Die Geschichten von plötzlichen Wunderheilungen sind zahllos. Die Erklärungen auch. Einige  Leute haben den Glauben entdeckt, andere eine Sportart oder die Ernährung umgestellt. Einige schwören auf Akupunktur, andere auf Mentaltraining. Allen aber ist gemeinsam: Sie haben einen unbändigen Willen und glauben daran. Dadurch kann eine Kraft entstehen, die weit über alles hinaus geht, was Pillen und Therapie erreichen können. Ich sage nicht, dass man deshalb auf alles andere verzichten sollte! Schlucke und tue, was immer du für richtig hältst. Ich weiß aber, dass egal welche Therapieform man für sich selber entdeckt, die Motivation und der Glaube daran, gesund zu werden, entscheidend sind.

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