Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Wann Völlerei und Faulenzen völlig ok sind

Wer sich erst mal aufgerafft hat seinen Plan zu verfolgen, etwa gesund zu werden, hat natürlich Sorge, wieder in alte Muster zu verfallen. Bei mir selbst war es fast wie die Angst eines Alkoholikers, sich wieder ein Bier zu erlauben. „Werde ich mich je wieder zur Krankengymnastik bewegen können, wenn ich heute auf dem Sofa bleibe?“ oder „Ich will auf Kaffee verzichten, aber jetzt wäre es so verdammt lecker, darf ich das?“ – Das waren meine Gedanken. Aber hier ist es anders. Denn es gibt nicht entweder erfolgreich und konsequent oder Lusche. Man muss nur wissen, wann es ok ist.

Ein Pladoyer für die genussvolle Faulheit

Meine Erfahrung ist, wenn man sündigt, dann mit vollem Herzen und Genuss. Den Kaffee, den Döner, den BigMac, egal… sich nicht verstohlen reinschlingen, sondern so richtig bewusst genießen. Nicht auf die Schnelle und hoffen, dass das schlechte Gewissen kurz mall nicht hinsieht. Das ist auch sehr ungesund. Der Körper hat gar nicht die Zeit, das aufgenommene zu verarbeiten und anschließend ein Feedback zu senden, ob das jetzt gerade gut tat. Nicht umsonst ist ein wirkungsvoller Tipp für das Abnehmen: Langsamer essen.

Genauso ist es mit dem Sofa und dem inneren Schweinehund. Wenn ich statt zum Sport zu gehen, mal liegengeblieben bin, war es eher heimlich und innerlich hin- und hergerissen. So war es weder gemütlich, noch entspannend. Besser wäre es gewesen, ich hätte mir noch einen Tee gemacht, das Handy abgeschaltet und einen guten Film besorgt. Dann hätte ich auch wirklich entspannt und den Kopf befreit.

Die Vorteile

Das Schöne ist: Das macht auch körperlich sogar Sinn. Körper und Geist brauchen nun einmal Pausen. Aber viel wichtiger ist: Es muss immer noch Spaß machen, seinen Körper herauszufordern!

Missmutig klappt keine Marathon-Vorbereitung…

Kommentieren