Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Her mit den Placebos, oder: Warum schicke Menschen schneller fit werden – (glaube ich zumindest)

Jetzt mache ich erst einmal den Miesepeter: Sportdrinks bringen nichts, spezielle Schuhe welche die Po-Muskeln trainieren auch nicht und für jeden ist klar: Ob man Sport in ausgeleierten und ausgeblichenen Trainingsanzügen macht, oder in hipper Sport-Gear, ist eigentlich egal.

Eigentlich aber auch nicht.

Her mit den Werbeversprechen

Wenn man sich selber motivieren will, sollte man es sich so leicht wie möglich machen. In coole Sportsachen schlüpft man eben doch mal schneller und es kann nicht schaden, wenn man sich schick fühlt bei etwas, wozu man sich vielleicht erst überwinden muss. Ich sehe es ja an mir selber: Ich habe mir Kompressionssionshirts gekauft, weil ich mich dann eher wie ein cooler Basketballer fühle. Springe ich dadurch auch nur einen Millimeter höher? – Wohl kaum. Fühle ich mich dadurch cooler? – Definitiv.

Und das hilft.

Her mit der Musik

Unsere Lieblings-Musik transportiert so viel mehr als „nur“ den Text und die Melodie. Sie transportiert uns hinein in eine Traumwelt, die wir mit der Musik verbinden und treibt uns immer weiter an. Ich höre beim Sport nur Musik, die mich anspornt und belebt. Einige Songs wären mir vielleicht sogar peinlich, wenn die anderen es auch hören würden. Tun sie aber zum Glück nicht. Musik ist im Hochleistungssport als Doping verboten. Also her damit!

Her mit den Placebos

Es ist hundertfach bewiesen und untersucht, dass Medikamente ohne Wirkstoff durchaus positive Effekte haben. Wenn also etwa ein Patient gesagt bekommt „Diese Pillen werden Ihnen helfen“, dann tun sie das meist auch, weil der Patient dran glaubt. Übrigens funktioniert das auch umgekehrt und das finde ich äußerst faszinierend: Man kann sich sogar Nebenwirkungen einreden. Wenn der Arzt darauf hinweist, dass Kopfschmerzen auftreten können, dann werden die Patienten wahrscheinlich auch Kopfschmerzen haben.

Mein Punkt ist: Nicht schämen, dass man durchaus Werbeversprechen, oder musikalischen Klischees erliegt. Im Gegenteil: Einfach für die eigenen Ziele nutzen!

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