Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Die Yoga/Meditation-Challenge (Tag 2)

Aller Anfang ist wohl schwer. Ich habe mir vorgenommen, 4 Wochen lang morgens zu meditieren und Yoga zu machen. Das ist aber schwerer als es klingt. Man soll ja beim Meditieren die Stille genießen und nichts denken. Das geht bei mir aber nicht: Mein Gehirn ist wie ein Duracell-Häschen, dem man die Becken weg genommen hat.

Von Stille keine Spur

Mein Hirn macht in etwa so: OhMannwassollmandenndenkenwennmannichtsdenkensollichkönntejamaldarandenkenwieichnichtsmacheachneedasistjaauchdenkenaberwassagtmanseinemeigenenGehirnwennmannichtssagendarf?WoistdennjetztdasweißeLichtvondemimmerallereden?Achneeichsolljanuchtsdenken…

Und so weiter. Als die 10 Minuten vorbei waren, war ich fast aufgewühlter, als vorher. Ich wusste gar nicht, dass ich mal einen Schluck Ritalin vertragen könnte. Welche Stille und wie soll man das genießen? Ist mir schleierhaft.

Wie sitzen die bei so was?

Auch das Sitzen ist schon schwierig. An Schneidersitz ist nicht ansatzweise zu denken. Ich schummle mich in einen normalen Sitz auf der Sofakante. Nach wenigen Minuten wird mein Rücken immer krummer und die lose abgelegten Hände fangen an zu schmerzen. Ich kriege einen Krampf. Das hätte mein Gehirn aber fast nicht bemerkt, weil es so viel gebrabbelt hat.

Beim Yoga läuft es nicht viel besser

Wenn es die Figur „Betrunkener Seemann, der sich an der Laterne festhält“ gibt, dann kann ich die sehr gut. Der „herabschauende Hund“ wird bei mir eher zum „Schwangeres Faultier versucht Liegestütze“.

Zum Glück sieht das alles keiner. Egal, morgen gehts weiter.

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2 Responses to Die Yoga/Meditation-Challenge (Tag 2)

  1. Sven Bartel sagt:

    Hallo Hendrik,

    vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, dass das, was du erlebst, normal ist. Lass einfach zu, dass dein Gehirn dir viele Gedanken liefert. Sei überrascht über das, was dir dein Kopf als nächstes zu denken gibt. Der Zeitpunkt kommt, dass du irgendwann bei dir bist und in deiner Mitte ruhst.

    Alles Gute,
    Sven

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