Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Die Yoga/Meditation-Challenge (Tag 21)

Einige Aspekte der Meditation kapiere ich nur durch Vergleiche mit der Musik, wie mir scheint. Heute: Im Jetzt sein. Das ist für mich beim Meditieren immer noch ein mystisches Irgendwas, beim Jazz ist es für mich aber kinderleicht.

Im Jetzt leben – hä?

„Wann denn sonst?“ habe ich erst gedacht, als ich las, dass Meditierende immer versuchen im Jetzt zu leben. Aber das ist in der Tat aber gar nicht so leicht. Wenn man mal darauf achtet was das Hirn so vor sich hin plappert, wenn man eigentlich gerade nichts denken will, dann sind das oft entweder olle Kamellen aus der Vergangenheit, oder Situationen, die bald noch vielleicht so passieren. Wenn ich es mir recht überlege, ist das eigentlich eine Menge unnütz verbrauchter Gehirnschmalz, denn was war, kann man eh nicht mehr ändern und was noch kommt, kann man nicht vorhersehen. Auch tagsüber ist es faszinierend wo meine Gedanken so herumspringen. Äußerst selten geht es nur um den Moment, in dem ich gerade bin. Es scheint, als könne ich die Gedanken oft nicht abstellen. Beim Jazz allerdings schon.

Jazz & Meditieren – die Kunst des Jetzt

Auch diese Erkenntnis traf mich wie der Schlag: Die Kunstform der Musik lebt vom Jetzt. Musik passiert nur jetzt gerade, was man gerade hört. Was der Musiker vor 20 Minuten oder gar letzte Woche gespielt hat, oder was er gleich spielen wird – wen kümmert’s? Wenn man richtig gute Musik live hört, folgt man den Musikern mit jedem Ton, immer nur im Moment, der jetzt gerade passiert.

Das menschliche Gehirn kann sich, soweit ich weiß, so ungefähr 8 Sekunden Musik merken. Das wird dann noch als Melodie wahrgenommen. Ansonsten muss man im Jetzt bleiben.

Ihr entschuldigt mich? Ich muss Saxophon üben. Wann? Jetzt. 😉

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