Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Die lustigsten Momente mit Gehstock (der letzten 4 Wochen)

Ich bin fest davon überzeugt, dass man auch trotz vermeintlich schwerem Schicksal, oder Rückschlägen über sich selber lachen können sollte. Da das aber nur halb so viel Spaß macht wenn es niemand erfährt, hier eine Liste meiner peinlichen und lustigen Situationen der letzten Wochen.

  • Am Flughafen, Sicherheits-Check: Ich lege meine Umhängetasche auf das Band, ziehe den Mantel aus, ziehe den Gürtel ab und lege am Ende auch meinen Gehstock auf das Band. Die Security Frau ruft mir aus 30 Zentimetern ins Gesicht: „Geht es Ihnen gut?“ Ich in normaler Lautstärke: „Ja, danke.“ Sie brüllt wieder: „Ja können Sie mich denn überhaupt sehen?“ Ich verdutzt: „Natürlich. Warum nicht?“ Sie jetzt endlich in angebrachter Lautstärke: „Achso, ich dachte, weil Sie einen Stock haben…“
  • Ein älteres Pärchen mustert mich kritisch in der U-Bahn. Getuschel. Ich lächle zurück, ich hatte einen guten Tag und sehe nicht ein warum ich sauer sein sollte. „Wollen Sie sich nicht setzen?“ fragt sie fast entrüstet. „Nein. Danke.“ Getuschel, Kopfschütteln. Schweigen. „Jetzt setzen sie sich doch hin, sie haben ja einen Stock!“ sagt er energisch. Ich darauf ruhig: „Was glauben Sie, muss ich mehr üben? Sitzen oder Stehen?“ Zwei Münder bleiben offen stehen als sich die Tür hinter mir wieder schließt.
  • Ein kleiner Junge mustert mich popelnd in der Innenstadt. Sein Blick schwenkt ungläubig zwischen meinem Gehstock und meinem Gesicht hin und her. „Bist du ein Opa?“ – „Nein, noch nicht.“ – Zweifelnde Pause. „Aber du hast einen Stock wie ein Opa.“
  • Wieder am Flughafen, wieder Sicherheits-Check. Ich hole meinen zusammengeklappten Stock aus dem Röntgen-Fach und drehe mich um. Sofort stürzen sich drei Polizisten auf mich mit der Hand an der Waffe. Dumm, dass der Stock zusammengeklappt wirklich aussieht wie eine Schrotflinte. Außer mir konnte da aber leider keiner drüber lachen.

 

Kommentieren