Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Meine Hass-Liebe: Die Routine

Unser Verhältnis ist schwierig. Wir können nicht ohne einander, aber wir gehen uns auch ziemlich schnell auf den Keks. Die Routine und ich. Eine Hassliebe.

Einerseits: ich war erst vor kurzem längere Zeit im Ausland unterwegs. Andere Umgebung, andere Zeitzone, viele Aufgaben im Kopf. Das sind nicht die besten Voraussetzungen für einen gesunden Alltag. Allerdings habe ich das Ganze ganz gut gemeistert, weil ich mich an meine Routinen gehalten habe. Jeden Morgen 15 Minuten Yoga, jeden Morgen 15 Minuten Meditation. Das hat sehr geholfen. (An dem Foto unten sieht man allerdings, dass es bei einem eigenen Yoga Raum im Hotel nicht wirklich schwer war, sich dazu durchzuringen)

Dadurch habe ich selbst am anderen Ende der Welt jeden Tag mit mir selbst begonnen. Das hat eine sehr erdende Wirkung. Zusätzlich habe ich mir jeden Morgen die Frage gestellt. „Wie will ich sein?“ „Was will ich heute erreichen?“ – Dadurch hatte meinen Körper nicht das Gefühl, vollständig aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen zu sein. Das war insgesamt eine gute Zeit, in der ich gesund geblieben bin. Vorher habe ich oft gemerkt, dass ich in stressigen und sehr abwechslungsreichen Zeiten auch die meisten gesundheitlichen Probleme hatte. Dann hat schon morgens direkt nach dem Aufstehen der Kopf vor ToDos gebrummt und ich habe meine körperlichen Übungen schleifen lassen. Dann hatte ich das Gefühl, als würde mir mein Berufsleben die Gesundheit wegnehmen. Das darf aber nicht sein.

Andererseits: Ich hasse eigentlich Routine. Immer das gleiche machen zu müssen macht mich wahnsinnig. Ich liebe die Abwechslung und den Stress eigentlich auch. Irgendwie habe ich das Gefühl, dann am besten zu sein. Ich fühle mich belebt und erreiche Sachen, die ich mir vorher nie zugetraut hätte. Ich brauche also auf die Veränderung in meinem Leben.

Deshalb habe ich folgenden Weg gewählt: ich beginne jeden Tag mit Yoga und Meditation, weil ist mir das ohne Frage gut tut. Die Veränderungen dürfen in meinem Berufsleben gerne kommen, im Privaten setze ich ganz auf Routine.

Irgendwie habe ich sie ja doch lieb, die Routine.

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