Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Niemand ist ganz krank und niemand ist ganz gesund

Niemand ist ganz krank und niemand ist ganz gesund

Ich lerne gerade mal wieder eine schmerzhafte Lektion, indem ein Fußbruch mich zum Nachdenken über meine Gesundheit zwingt.

„Geben Sie her, ich kenne das.“

Ich wünschte, meine aktuelle Geschichte des Fußbruchs wäre wenigstens cool. Mit einem verletzten Welpen auf dem Arm im Dunkeln Skateboard gefahren oder so was. Aber die Wahrheit ist kurz und sie ist doof: Ich bin einfach umgeknickt, in meiner eigenen Wohnung. Das ist insgesamt mein 4. Fußbruch, also wusste ich, was kommt. Da ich die Abläufe im Krankenhaus leider kenne, weiß ich, dass man nachts nicht in die Notaufnahme möchte. Solange man nicht in Strömen blutet, muss man erst mal mindestens 3 Stunden warten. Danach fragt ein übernächtigter Arzt, wo es weh tut. Dann zeigt man auf den verformten, angedickten, roten Fuß und muss um 3:30 Uhr zum Röntgen. Danach sagt einem der Arzt, dass da was gebrochen ist und man ist totmüde und völlig ausgehungert.

Eine gute Voraussetzung für einen Nervenzusammenbruch. Also habe ich trotz gebrochenem Fuß (Ich habe es sofort gespürt), noch zu Hause geschlafen. Am nächsten Morgen bin ich dann wenigstens frisch geduscht und gestärkt vor die Ärzte der Tag-Schicht getreten. Das war schon besser.

Als die Krankenschwester mir den Gips-Schuh erklären wollte, habe ich nur abgewunken: „Geben Sie her, ich kenne das.“

Man ist aber nicht nur krank

Da saß ich dann wieder zu Hause mit dem wohl bekannten Gips und war am Boden. Warum immer ich? Wie soll ich denn da meinen Körper fit halten? – Solche Gedanken sprangen in meinem Kopf hin und her. Eins hat mich aber aufgemuntert: Ich hatte zwar einen gebrochenen Fuß, aber sonst war nix. Ich war nicht schlapp, nicht sehr mit Schmerzen beschäftigt und konnte mich daher ablenken und arbeiten.

Ich habe mich wieder an einen Vortrag von Joe Dispenza erinnert. Jeden Augenblick erneuern sich tausende von Zellen im Körper und jeden Augenblick werden tausende schädliche Zellen bekämpft. Man ist also gewissermaßen ständig krank  und ständig gesund. Je nach dem, worauf man achtet.

Fokus ändern

Ich habe dann einen Schwerpunkt gelegt auf all die Sachen, die ich eh im Sitzen machen muss. Steuererklärung, mein eBook als Hörbuch organisieren, Online-Recherche und Songs schreiben.

Wenn der Gips ab ist, nehme ich mir wieder mehr Zeit für meinen Körper. Jetzt war mal die Seele dran. Auch nicht übel…

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