Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
20 Tage Gedanken steuern (6/20) Versuch heute: Kein Frust

20 Tage Gedanken steuern (6/20) Versuch heute: Kein Frust

Ich hoffe, es gab schon Situationen in meinem Leben, in denen ich sehr männlich aussah. Jetzt gehört nicht dazu. Ein Quarkwickel ist so mittel-sexy, aber es soll bei meinem Innenband-Anriss im Knie helfen.

Nun gut.

Nach den Schmerzen der Frust

In den letzten beiden Tagen habe ich versucht, bewusster auf die Schmerzen zu achten. Heute habe ich mich dem Gefühl gestellt, das danach hoch kam: Frust. Irgendwann hatte mein Hirn tatsächlich nachgegeben und es mir erlaubt, nicht mehr so stark auf die Schmerzen zu achten, sondern den Atem, die Geräusche um mich, oder was ich ihm halt als Alternative angeboten habe.

Dann kam aber eine Stimme: „Immer ich. Schon ungerecht, oder?“ Ah, willkommen tiefliegender Seelen-Nachbar. Die Stimme lies sich zwar erst ein paar Mal unterdrücken, dann wurde sie wieder lauter.

Ein Frust, nicht mein Frust

Es half mir wieder das Prinzip des Schaffens von Distanz. Ich habe die Gedanken in den Griff bekommen mit der Erkenntnis: „Aha, ein Frust steigt in mir auf. Es muss aber nicht mein Frust werden.“ Dann verblasst das Gefühl recht schnell.

Warum ich jetzt frustriert war, kläre ich irgendwann in einer aufwendigen Psychotherapie.

Oder nie. Denn jetzt bin ich es ja nicht mehr.

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