Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

20 Tage Gedanken steuern (10/20) Versuch heute: Kein schlechtes Bild von mir selber

Zur Zeit bemühe ich mich, im Kopf aufzuräumen, um mehr Platz für gesunde Gedanken zu haben.

Wie sehe ich mich selber?

Heute wollte ich mal schauen, wie oft ich eigentlich schlecht über mich selber denke. Die Wahrheit ist: Erschreckend oft. Ich weiß aber, dass ich mich mit positiven Gedanken an den eigenen Haaren hoch ziehen kann. Das klappt aber natürlich nur, wenn ich auch positiv über mich selber denke.

Selbst-erfüllende Prophezeihung

Ich habe eine neuro-degenerative Erkrankung des Nervensystems, was zu Gleichgewichtsproblemen führt. So weit die Fakten. Aber: Ich merke, dass die Erkrankung in manchen Situationen schlimmer ist, in manchen deutlich besser. Ich habe deshalb untersucht, welche Gedanken mir Probleme bereiten und welche helfen.

Das Ergebnis ist nicht überraschend: Wenn ich sehe, dass mich andere beobachten, wackele ich viel mehr herum. Ich stelle mir vor, wie ich wohl von außen aussehe und scheitere dann mit der Bewegung. Die Selbst-erfüllende Prophezeihung klappt immer. Es ist, als würde sich mein eigenes Gehirn über mich lustig machen. Das soll es aber nicht!

Heute habe ich also mal mitgezählt, wie oft ich eigentlich mich selber scheitern sehe, allein in der Vorstellung. Oft. Zu oft. Das Gute ist, dass auch hier das Gehirn lernt. Wann immer ich mich selbst erwischt habe bei einer schlechten Selbst-Vision, habe ich innerlich zurück gespult und positiv korrigiert.

Das klingt vielleicht etwas trivial, funktioniert aber.

Ein Beispiel

Ein Beispiel: Wir bekamen Besuch und ich ging den Gang auf sie zu. Das ist nicht gerade meine Parade-Disziplin. Es lief aber ganz gut und flüssig. Dann aber stach mich der Gedanke: „Wie sieht das wohl aus ihrer Perspektive aus?“ – direkt misslang der nächste Schritt.

Beim Kuchen habe ich dann zwar aufmerksam geschaut, innerlich bin ich die Situation aber noch mal durchgegangen, wie es wohl ausgesehen hätte, wenn ich stabil und selbstbewusst gelaufen wäre.

Ich habe direkt gemerkt wie ich entspannter wurde und beim Abschied lief ich sicher neben ihnen zur Tür.

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