Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

20 Tage Gedanken steuern (9/20) Versuch heute: Keine schlechte Laune

Ich bin Ostfriese. Das meine ich auch so. Maximale, freudige Extase kann bei mir ähnlich aussehen wie verzweifelte Weltuntergangsstimmung. Demnach ist das Bekämpfen meiner schlechten Laune, die am Tag mal hier mal da aufkommt, ein innerer Kampf, den niemand sieht außer mir.

Das Gehirn prüft und lauscht

Es ist bei mir tatsächlich so: Wenn ich frustriert etwas laut ausspreche, sinkt meine Laune sofort. Mein Gehirn prüft darauf hin: „Wie geht es uns?“ Und die Schultern melden daraufhin, dass sie gerade frustriert herab hängen. Daraufhin verkündet das Gehirn: „Alles klar, wir sind jetzt alle mies drauf!“ – und sendet die entsprechenden Botenstoffe in den ganzen Körper.

So ungefähr ist das wirklich. Wer es ausführlicher erklärt haben möchte, kann entweder gerne in meinem Buch nachsehen, oder zum Beispiel bei Joe Dispenza.

Diesen Prozess kann man aber unterbrechen. Ich versuche gerade für 20 Tage, nutzlose und negative Gedanken der Reihe nach auszusortieren und schlechte Laune gehört dazu.

Keine Grinsekatze

Natürlich ärgert man sich mal, oder findet irgendetwas ätzend. Das geht mir auch so und das muss auch erlaubt sein. Mit schlechter Laune meine ich das unproduktive Rumnörgeln und Schmollen. Heute habe ich ausprobiert meinem Ärger immer sofort Luft zu machen und danach war es auch wieder gut. Da ich heute schlechte Laune entdecken wollte, war ich da sehr sensibel.

Im Allgemeinen sind die Gründe für meine schlechte Laune peinlich basal: Hunger, schlechte Luft, Müdigkeit. Mit dieser Erkenntnis wird mir zwar kein Ehrendoktor verliehen, aber mir macht sie das Leben leichter.

Ich lerne da gerade auch von meinem temperamentvollen, 2-jährigen Nachbarn. Kurz mal eben Tobsuchtsanfall, dann ist wieder gut. Wut ja, Quengeln nö. Sehr cool, der Typ.

Musik hilft

Über Musik kann man ganz famos und einfach „Anker setzen“ und die gute Laune „triggern“, also reizen. Ich habe das bewusst das letzte Mal im Wartezimmer eines Arztes gemacht. Mein Hirn hat gerade innerlich schon wieder Trauer und Resignation über alle Gedanken gegossen. Ich wartete nämlich auf die Einschätzung des Arztes, ob ich mir das Knie angebrochen, oder doch nur das Innenband im Knie angerissen habe.

Völlig unvermittelt fängt meine Freundin an zu singen:

Es ging gut aus mit dem Knie. Natürlich ging es gut aus! 🙂

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