Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
20 Tage Gedanken steuern (16/20) Versuch heute: Vertrauen in meinen Körper

20 Tage Gedanken steuern (16/20) Versuch heute: Vertrauen in meinen Körper

Ich versuche zur Zeit, negative Gedanken loszuwerden, um mehr mentalen Freiraum für Gedanken an Gesundheit und Heilung zu haben.

Mich haben Fragen erreicht, warum ich in dieser Challenge nicht jeden Tag blogge. Nun, es gibt schlicht nicht jeden Tag etwas zu berichten. Ich nehme mir manchmal morgens vor, darauf zu achten, wann ich wütend bin. Aber dann bin ich vielleicht den ganzen Tag nicht wütend.

Vertrauen in meinen Körper

Das ist nicht leicht für mich. Da ich bisweilen sehr ungeschickt gehe und ein schlechtes Gleichgewichtsempfinden habe, scanne ich oft den Boden ab beim Gehen. Statt also auf die Menschen um mich zu achten, oder die schönste Stadt der Welt zu würdigen, fliegen meine Blicke manisch über die bevorstehenden Steine, Stufen und andere Hindernisse. Dadurch wirke ich oft auf andere extrem ignorant oder in Gedanken verloren, wenn sie mit mir im Gehen reden. Die Wahrheit ist aber, dass ich zwar aufmerksam in die Augen schauen könnte, aber dann das Gespräch wahrscheinlich jäh endet, da ich wieder unvermittelt einen spektakulären Stunt mache.

Die Augen gleichen also gewissermaßen die unvollständigen Rückmeldungen aus den Füßen aus. Man könnte aber auch sagen: Sie gleichen das fehlende Vertrauen in die Füße aus. Und jetzt wird es schwierig: Ich trainiere meine Füße und die Nervenbahnen ständig und weiß, dass sie eines Tages besser werden, aber ich vertraue ihnen nicht. Noch nicht.

Heute kein Stock

Also lasse ich heute den Gehstock zu Hause. Ich will, dass es gehen muss. Ich will gehen. Es gab heute viele Situationen, in denen ich erst unsicher war, dann durchgeatmet habe: „Ich vertraue meinem Körper.“ Das war heute mein stilles Mantra. Im Café ging es, auf den Straßen auch. Man hat mehr vom Tag, wenn man den Blick hebt. Das ging nicht immer und beim Yoga bin ich aus dem Stand umgefallen. Aber ich war entspannt. Es tat nicht weh, weiter ging es.

An diesem schönen Samstag habe ich mir gesagt: „Es wird der Tag kommen, an dem ich keinen Stock mehr brauche. Wenn ich den Stock aber immer dabei habe, werde ich diesen Tag wohl kaum erkennen.“

Das Leben ist schön.

 

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