Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Challenge Gehirn trainieren – Hurra, ich scheitere (2/21)

Challenge Gehirn trainieren – Hurra, ich scheitere (2/21)

Weil ich ja eigentlich weiß wie lernfähig das Gehirn ist, trainiere ich jetzt mal 21 Tage lang morgens genau die Sachen, die mir schwer fallen.

Heute morgen war der Jonglierball mein Feind. Er wollte partout nicht dahin, wo ich ihn hinwerfen wollte. Jetzt darf man sich nicht vorstellen, wie ich mir drei Bällen scheitere, sondern mit EINEM (!). Ganz schön deprimierend für einen Basketballer. Beim Workout mit meinem Trainer Dennis war es dann heute auch nicht viel besser. Gezielte Trippelschritte und Steigen über Hürden sorgte für einen anhaltenden Krampf im Gehirn. Ich wollte es mental erzwingen, aber so geht das nicht.

Nicht nachdenken beim Gehirn trainieren – hä?

Erst, als ich mich erfolgreich abgelenkt habe, hat es einigermaßen funktioniert. Das ist wohl das Trügerische am Training für das Gehirn. Man sollte es fordern, aber durch darüber nachdenken, hilft man ihm auch nicht. „Kopf aus, Muskeln an“ war das Kommando. Das muss ich mir merken.

Warum Scheitern ein gutes Zeichen ist

Heute wurde mir aber sehr klar, warum Scheitern eigentlich eine gute Sache ist: Man erkennt seine Grenzen. Wenn eine Bewegung schief geht, merkt sich das Gehirn das und will es nächstes Mal besser machen. So habe ich dann auch Frieden geschlossen mit meinen Stolpereien und dem Gewackel im Training. Ich habe es nicht mehr auf mich bezogen („Ich Tollpatsch!“), sondern als Zeichen für meinen Partner, das Gehirn. „Hast du das gesehen? Den Ball will ich fangen können, arbeite daran!“ 

Das ist schon viel versöhnlicher…

 

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