Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Challenge Gehirn trainieren – Bis zum Ende der Komfortzone (20/21)

Challenge Gehirn trainieren – Bis zum Ende der Komfortzone (20/21)

Weil ich ja eigentlich weiß wie lernfähig das Gehirn ist, trainiere ich jetzt mal 21 Tage lang morgens genau die Sachen, die mir schwer fallen.

Sich um seine Gesundheit zu kümmern kann richtig Spaß machen. Muss es aber nicht. Ich finde es gerade so schwer mich aufzuraffen, denn ich mache ja ausschließlich Sachen, die ich nicht kann. Wo ich nicht gut aussehe, an die ich mich noch nicht gewöhnt habe. Denn leider weiß ich folgendes: Das Gehirn will immer etwas Neues. Das Gehirn will immer gereizt werden. Ich allerdings nicht. Da haben wir das Problem.

Der Schweinehund hat ein lautes Organ und ist sehr eloquent. Wahlweise brüllt oder säuselt er mir ins Ohr, warum nicht Sport machen jetzt eine gute Idee wäre. Und dass die Komfortzone eigentlich doch sehr gemütlich ist.

Am Ende der Komfortzone

…ist es peinlich. Für mich auf jeden Fall. In der Komfortzone bleiben heißt für mich: im Sitzen arbeiten, den Aufzug nehmen, immer den Gehstock nehmen und Bus statt Fahrrad fahren. Kein dummer Spruch, keine Verletzung, kein Risiko.

Ein innerer Dialog mit meinem ängstlichen Schweinehund läuft dann in etwa so ab:

„Sieh mal Hendrik, ich will dich doch nur vor Peinlichkeiten und Schmerz bewahren!“ – „Aber vielleicht geht es ja auch gut?“ – „Quatsch! Denk mal an das Risiko! Ri-Si-Ko!“

Ich will aber gesund werden. Und daher brauche ich unbedingt diese ständig neuen Herausforderungen. Ich muss aus der Komfortzone weg und meinem Gehirn ständig neue Aufgaben stellen. Treppen laufen, jonglieren, im Stehen arbeiten und immer wieder mit geschlossenen Augen die Balance halten.

Boah, wie anstrengend

Leider gewöhnt sich nämlich das Gehirn wahnsinnig schnell an Neues. Bewegungen, Tagesabläufe, Luxus. Nach einer Zeit ist es langweilig und das Gehirn blendet aus. Das ist gut um in dieser komplexen Welt klarzukommen, aber leider ist es auch im wahrsten Sinne nerv-tötend. Darum muss ich immer wieder raus aus der Komfortzone.

In der Geschichte der Menschheit ist leider nie jemand über sich hinaus gewachsen, indem er auf seinen Schweinehund gehört hat.

Seufz. Also gut, morgen um 5 Uhr geht es weiter…

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