Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Challenge Gehirn trainieren – Das Fazit (21/21)

Challenge Gehirn trainieren – Das Fazit (21/21)

Nun habe ich 21 Tage lang morgens genau die Bewegungen trainiert, die mir schwer fallen, um die Lernfähigkeit des Gehirns zu nutzen. Ich will wieder auf einem Bein stehen, rennen, springen und Bälle fangen können. Ich will wieder gesund werden.

Diese Challenge hat mich zwar nicht sofort geheilt (schade, aber nicht ganz unerwartet), aber ich habe wieder eine Reihe von sehr interessanten Erkenntnissen mit in meinen Alltag nehmen können. Ich kann die Gesundheit schon am Horizont erkennen. Bald schon hört sie meinen Atem hinter sich, bald habe ich sie.

Was habe ich gelernt?

Die Komfortzone lauert überall

…und der Schweinehund hat schon mal die Heizung angestellt und die Chips-Packung ans Sofa gebracht. Als ich angefangen habe darauf zu achten, wie oft ich mein Gehirn schone, indem ich schwierige Bewegungen meide, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich nehme den Aufzug, ich setze mich in der S-Bahn hin, ich vermeide es, große Dinge zu tragen und so weiter…

Aber so werde ich wohl keine Wunder vollbringen. Also Fahrrad statt Bus, Treppe statt Aufzug und nicht immer den Weg des geringsten Widerstands gehen. Nervt manchmal, lässt einen aber wachsen.

Ich will jetzt mehr Hilfe von Profis

Das eigene Gehirn ständig neu zu reizen ist schwierig. Und nervig. Das habe ich in dieser Challenge leider sehr deutlich gemerkt. Erst hat es tierisch Spaß gemacht, dann war ich frustriert, dann musste ich mich wieder aufraffen. Aber zum Glück muss ich ja nicht alles alleine machen. Es gibt Profis, die mir dabei helfen werden. Zum Beispiel mein Fitness Coach oder die Physiotherapiepraxis. Das ist zwar auch Überwindung, aber lange nicht so schwierig, wie immer alleine zu üben. Außerdem verhindert der strenge Blick von Dritten, dass man bei Übungen schummelt oder etwas eher aufhört.

Spielerisch ist es leichter

Das war die vielleicht wichtigste Lektion für mich. Auch große Ziele, wie generell die Koordination zu verbessern, sind leichter, wenn ich es spielerisch angehe. Zwar regelmäßig und mit Disziplin, aber so, dass es auch noch ein bisschen Spaß macht. Lieber immer wieder kleine Einheiten die fetzen, als sich durch zu viel Verbissenheit so zu fühlen, als ginge man morgens über Scherben und soll dabei lächeln. Das macht man vielleicht ein paar Mal und hört dann ganz auf.

Niederlagen wertschätzen

Das ist schwer. Sehr schwer. Wenn man gezielt das angeht, was einem schwer fällt, dann wird man immer wieder scheitern. Zumindest kann man das so sehen. Irgendwann habe ich erkannt, wie ich das Scheitern umdeute: Offenbar bin ich hier an meinem Limit und habe erkannt, wo ich wachsen kann. Am nächsten Tag mache ich dann genau das wieder, was gestern schief ging. Dann werden es plötzlich Erfolge, wenn es auf einmal klappt.

Langen Atem behalten

Tja, leider leider geht das alles nicht so schnell, wie ich es gerne hätte. Aber ich muss wohl im übertragenden Sinne „länger im Ring bleiben“, als jeder vorher. Die Erfolge sind klein, aber stetig. Hoffe ich.

Die Träume und Visionen sind zurück

Die schönste Pointe dieser Challenge: Ich träume wieder. Und zwar von Gesundheit. Ich sehe mich joggend am Strand und tobend mit meinen Kindern und morgens, wenn ich aufwache, ist es immer noch greifbar. Irgendwas ist hängen geblieben und das ist wunderbar. Ich denke mir, wenn ich es schon träumen kann, kann ich das auch erreichen.

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