Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Mein Training: Nicht attraktiv, aber effektiv

Heute möchte ich euch auf ein Video meines Personal Trainers Dennis Martin aufmerksam machen. Er hat einige Sequenzen aus unserem Training zu einem kleinen Film zusammengeschnitten. Wir trainieren jetzt seit mehr als einem Jahr zusammen und haben schon einige Erkenntnisse aus dem Training gezogen.

Es wird nie leichter

Ermutigend, nicht wahr? 🙂 Ich weiß, nicht wirklich. Jedes Training macht mich fertig. Nie mache ich die gleichen Übungen der Vorwoche, denn ich will mein Gehirn ja ständig mit neuen Bewegungen auf Trab halten. Dadurch sind die Erfolgserlebnisse aber auch überschaubar. Keine Übung wird mit den Wochen leichter. Mir hat ein Gedanke geholfen: Statt darauf zu hoffen, dass ich diese Woche schon einen Tick weniger fertig aus dem Training komme, habe ich mich eher darauf gefreut, meinen Körper wieder voll auszupowern. Wenn man dann ganz platt nach dem Training in der Ecke liegt, hat man das Gefühl, dass man sein Ziel erreicht hat. Das hilft sehr.

Es muss doof aussehen

Ja, das Gewackel von mir bei den Übungen ist nicht gerade ansehnlich, ich weiß. Aber anstatt mir Sorgen über mein Aussehen zu machen sollte ich vielleicht lieber die Übungen machen, die an meiner Leistungsgrenze sind. Das ist zwar nicht attraktiv, aber effektiv.

Angst besiegen, aber kein unnützes Risiko eingehen

Das Schlimmste an den Fußbrüchen und Bänderrissen der vergangenen Zeit war eigentlich immer der Trainingsausfall. Darum versuchen Dennis und ich natürlich immer, Verletzungen zu vermeiden. Allerdings muss ich auch lernen, geschickte Ausgleichsbewegungen zu machen oder sogar risikoarm zu fallen. Er greift also immer wieder erst im letzten Moment ein, bevor ich wieder einen wilden Stunt im Fitness-Studio hinlege.

Weiter, weiter, weiter, durch das Tal hindurch trainieren

Es passiert immer wieder. Da grüße ich Dennis morgens nur mürrisch und will eigentlich gar nicht hier sein. So etwa alle 4 Wochen haut mich eine Keule von Erschöpfung und Trauer von hinten. Dann hat mein innerer Schweinehund plötzlich ein Megaphon in der Hand und alle Argumente dazu: „Du brauchst ne Pause! Leg dich wieder hin! Das tut dir nicht gut!“ – Ist alles quatsch. Bei regelmäßigem ambitionierten Training gehören diese Täler halt dazu, das weiß jeder Sportler. Da muss ich also einfach immer wieder durch und nach der Woche geht es mir auch immer besser. Denn eins lasse ich niemals zu – dass der Schweinehund gewinnt.

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