Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (3/21)

Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (3/21)

Zum Hintergrund: Mit einer seltenen neurologischen Krankheit wie bei mir, umgibt einen die Angst. Sie lauert hinter jeder Stufe, krallt sich in meine Muskeln bei jedem lauten Geräusch und sie hindert mich oft an riskanten Manövern. Das ist mal gut und oft schlecht. Ich will üben mutig zu sein, denn  ich vermute, es wird leichter, sich den eigenen Ängsten zu stellen, wenn man es regelmäßig tut.

Guter Start

Heute bin ich gut in meine Drachenjagd, das Duell mit meiner Angst, gestartet. Sobald man bereit ist, sich der Angst zu stellen, muss man sie fast suchen. Sie wird kleiner, wenn man nicht davon läuft.

Zur Erklärung: Es geht mir nicht um existenzielle, oder lebensbedrohliche Ängste, wie Autounfälle, oder Klaustrophobie. Es geht mir um die kleinen Momente, in denen eine innere Stimme zu mir spricht um mich vor Gefahren zu warnen.

Der Haken daran: Die Angst kennt kein Maß. Sie ist überschäumend kreativ im Ausmalen von Schreckensszenarien. „Was, wenn du die Treppe vorne über herunterstürzt? Was, wenn du dir den Fuß brichst? Was, wenn du dir den Nacken br…“ Ist klar, wohin das führt.

Ich will 21 Tage lang die kleinen Ängste stellen und ihnen entgegen gehen, statt vor ihnen zu fliehen.

Heute war ein Tag der kleinen Siege. Zwei Mal war ich mit dem ersten Fuß schon auf der Rolltreppe, bin dann aber umgedreht und habe den riskanten Weg der normalen Stufen genommen.

Kleine Triumphe, aber immerhin.

 

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