Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (5/21)

Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (5/21)

Zum Hintergrund: Mit einer seltenen neurologischen Krankheit wie bei mir, umgibt einen die Angst. Sie lauert hinter jeder Stufe, krallt sich in meine Muskeln bei jedem lauten Geräusch und sie hindert mich oft an riskanten Manövern. Das ist mal gut und oft schlecht. Ich will üben mutig zu sein, denn  ich vermute, es wird leichter, sich den eigenen Ängsten zu stellen, wenn man es regelmäßig tut.

Meine Angst ist kreativ

Also eins muss man meiner Angst wirklich lassen. Sie ist sehr kreativ und denkt sich immer etwas neues aus. Gestern zum Beispiel saß ich nach einem langen Arbeitstag im Zug und überlegte mir, dass es am besten wäre mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Schließlich war alles schon spät. Die Wahrheit ist aber, Ich habe mein Fahrrad an der S-Bahn Station stehen. Meine Angst hatte sich da als Pragmatismus verkleidet. „Komm, es ist einfach praktischer“ dachte ich.

Falsch.

Ich bin dann dem Gefühl nachgegangen, schaute aus dem Fenster und dachte daran, ob ich wirklich mich den ganzen Tag über meiner Angst gestellt habe. Die Antwort ist: Nein. Ich habe irgendwie meine eigene Challenge aus dem Blick verloren.

Nicht zu spät

Das Gute war: es war noch nicht zu spät. Ich bin also weitergefahren und habe das Fahrrad genommen. Lief es gut? Naja. Aber ich habe es getan und das ist mir an dieser Stelle wichtiger, denn mir scheint ich brauche eine gewisse Routine im Kampf gegen die Angst. Heute Morgen beim Sport auf dem Balkon fühlte es sich sehr gut an, diese kleine Geste gestern Abend.

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