Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (7/21)

Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (7/21)

Tja, dieser Wettkampftag geht wohl an die Angst. Ich sitze mit gebrochenem Zeh bei der Morgenmeditation.

Routine gegen Angst

Am Tag vorher lief es noch ganz gut. Ich hatte Abends gemerkt, dass ich mich tagsüber nicht wirklich meinen Ängsten gestellt hatte und war daher extra noch mit dem Fahrrad einkaufen gefahren. Lief ok und dadurch fühlte ich mich wieder ein bisschen unbesiegbar.

35 Grad, barfuß

Gestern dann bei 35 Grad Hochsommer am Wochenende gab es eigentlich nicht viel, vor dem ich Angst haben konnte. Ich habe Rasen gemäht, trainiert, aber ansonsten nur im Schatten herum gelegen und Saftschorlen geschlürft. Trotzdem flüsterte meine Angst: „Ziehe dir lieber Schuhe an, du wirst umknicken.“ Ich weiß aber, dass barfuß laufen meine Bänder trainiert und die Nerven stärkt. Also: trotzdem gemacht. Gegen Abend dann bin ich beim normalen Gehen mit einem Zeh an einer Bodenplatte hängen geblieben, und vor Schmerz direkt gestürzt. Trotz Kühlen und Pillen ist heute morgen klar: Der Zeh ist dick und blau. Der ist (an-)gebrochen.

Nerv.

Was ich daraus lernen kann

Keine Ahnung. Vielleicht fällt es mir später ein. Im Moment finde ich das alles eher mittelmäßig. Immerhin kann ich auftreten. Heute ist eh Oberkörper dran beim Training. In 4 Wochen ist das wieder heile.

Seufz.

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Zum Hintergrund: Mit einer seltenen neurologischen Krankheit wie bei mir, umgibt einen die Angst. Sie lauert hinter jeder Stufe, krallt sich in meine Muskeln bei jedem lauten Geräusch und sie hindert mich oft an riskanten Manövern. Das ist mal gut und oft schlecht. Ich will üben mutig zu sein, denn  ich vermute, es wird leichter, sich den eigenen Ängsten zu stellen, wenn man es regelmäßig tut.

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