Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Körperliche Angst – Die Mut-Challenge, dem Drachen entgegen (19/21)

In dieser aktuellen Challenge berichte ich davon, wie es mir ergeht, wenn man sich konsequent den eigenen Ängsten stellt.

Die erste Fahrt

Es war soweit. Nach meinem letzten Zeh-Bruch war es wieder an der Zeit, aufzusteigen und wieder das Fahrradfahren zu riskieren. Dass die Angst  da auf einmal ein Megaphon hatte, muss ich wohl nicht weiter erklären. Der Tag war perfekt. Gutes Wetter, keine Termine ganz früh im Büro. Es würde also auf ein paar Minuten nicht ankommen und ich könnte mir Zeit lassen.

Ich war fit und ohne Schmerzen. Es gab keine Ausreden, heute war der Tag. Allerdings schnürte sich beim Anziehen bereits alles in mir zusammen. Die Angst legte sich um meinen Hals und kroch mir in die Glieder. Nicht gerade ideal, wenn man eigentlich entspannt aufsteigen und losfahren möchte.

Wie beim Lampenfieber

Da fiel mir ein, dass ich ein gutes Buch irgendwo im Schrank hatte: Klopfen gegen Lampenfieber von Dr. Michael Bohne. Mit sehr leichten Übungen kann man auf der körperlichen Ebene die Ängste lindern, die einem die Glieder vereisen. Im Wesentlichen werden Meridiane beklopft. Das ist kinderleicht und nicht einmal esoterisch. Selbst wer daran zweifelt, wird wohl Erfolge spüren. Ich habe also diese Übungen angewendet, als wäre das Fahrradfahren mein Lampenfieber.

Eigentlich übertrieben

Das ist gar nicht soweit hergeholt. Beim Lampenfieber geht es ja auch oft darum, dass man sich völlig übertriebene Schreckenszenarien ausmalt und damit wenn es schlecht läuft, eine selbst-erfüllende Prophezeiung erschafft.

Mit dem Klopfen ging es ganz gut. Ich stand locker beim Aufsteigen. Kurz vor dem Anfahren sprach eine Stimme in mir:

„So, jetzt mach‘ da mal nicht so einen Akt draus. Treten, losfahren. Los geht’s!“

Es ging. Ich hab die Freiheit wieder.

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