Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Update: Schlechte Schmerzen, gute Schmerzen

Update: Schlechte Schmerzen, gute Schmerzen

Nach meinem Sturz am Flughafen letzte Woche bin ich mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung. 

Schlechte Schmerzen

Das Bein sackt zwar noch manchmal weg, ohne dass ich genau verstehe warum, aber es tut deutlich weniger weh. Dennoch: Ich merke, wie ich eigentlich zu verkrampft laufe. Das Gehirn scheint diese Schmerzen gespeichert zu haben. Ich laufe gerade also immer wieder die Flure in der Wohnung auf und ab. Halb gegen den Schmerz, halb gegen die Angst.

Gute Schmerzen

Gestern habe ich mich dann erstmals wieder auf die Sportmatte gequält. Eigentlich mache ich ja gerne Sport, aber nach einer Woche Pause und dauerndem Ziehen und Drücken im Bein, brauchte es Überwindung. Natürlich tun die Übungen erst weh. Interessanter Weise habe ich diese Schmerzen aber genossen. Endlich wieder die Muskeln fordern, endlich wieder die steifen Gelenke lockern.

Es scheint eine Definitions-Frage zu sein.

Passiv-Schmerzen

Mit dem blöden Muskelfaserriss (Und was da noch so alles dran hing) habe ich allerdings nicht nur mir wehgetan. Zum Glück ist es vielen Menschen wichtig, wie es mir geht. Leider leiden diese Menschen auch, wenn sie mir nicht helfen können. Allen voran meine Frau. Wenn es einen Menschen gibt, der es verdient hat von den Folgen meiner Krankheit verschont zu bleiben, so wäre sie das. Aber das geht leider nicht, so sehr ich es mir auch wünsche. Sie kriegt meine Schmerzen live sozusagen wie passivrauchen mit.

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