Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Hakuna Matata – Urlaub in Afrika

Hakuna Matata – Urlaub in Afrika

Ich sitze noch müde wieder zurück am Schreibtisch in Hamburg nach zwei Wochen im Süd-Osten Afrikas. Leider bin ich körperlich noch nicht wieder auf der Höhe und brauche (wieder) zwei Krücken beim Laufen. Aber ich merke, dass mir die afrikanische Mentalität mir Einiges an Motivation zum Nachdenken mitgegeben hat. 

Hakuna Matata, immer das Glück betonen

Die Wucht, mit der man als Europäer von der afrikanischen positiven Energie getroffen wird, ist schwer in Worte zu fassen. Der Ausruf „Hakuna Matata“ (etwa: „Es gibt keine Probleme“) zieht sich dort durch jedes Gespräch, das stets mit einem strahlend weißen Lächeln verziert wird.

Als die Angestellten mich am ersten Abend auf dem Weg zum Essen stützen mussten, betonten sie „Sei froh, du hast starke Arme für die Krücken.“

Stimmt eigentlich.

Als ich nicht auf den Ausflug mitkommen konnte, sagten sie „Sei froh, dass du viel Zeit für gute Bücher hast.“

Stimmt eigentlich.

Als ich mir etwas vom Buffet bringen lassen musste, sagten sie „Sei froh, jetzt kannst du ganz in Ruhe auf das Meer schauen.“

Stimmt eigentlich.

Dein Glück ist deins

Ich hatte immer wieder die Sorge, dass die Einheimischen durchaus neidisch auf den Lebensstandard der Gäste werden könnten. Wer könnte es ihnen verdenken? Aber nichts dergleichen.

Ich habe schließlich auch immer wieder selbst solche Gedanken: „Warum hat der da nie solche körperlichen Probleme, wie ich?“ Auch wenn es mich nicht weiterbringt, ich erwische mich immer wieder bei solchen Vergleichen mit anderen Menschen, die ich als gesund und daher bestimmt sorgenfrei wahrnehme.

Mir scheint, das würden die Afrikaner, die ich kennenlernen durfte, nie tun. Einer erklärte es mir so:

„Dass es Gott gut mit dir gemeint hat, freut mich sehr für dich. Wenn er es gut mit dir meint, hat das nichts mit mir zu tun.“

Stimmt eigentlich.

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