Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Mit dem Kopf durch die Wand. Nicht klug, also zurück auf los.

Mit dem Kopf durch die Wand. Nicht klug, also zurück auf los.

Ich hatte nach meinem letzten Sturz (Muskelfaserriss und Haar-Riss) nach 3 (!) Monaten erstmals keine Schmerzen mehr und stand in der Sonne auf dem Balkon. Das war eine harte Zeit, aber ich hatte sie überwunden.

Dann dachte ich an das Fahrradfahren, dass ich im Herbst erst mal aufgehört habe, im Winter bei Kälte und Nässe nicht riskieren wollte und dann nicht fit war.

Jetzt aber schon. Neben Herzrasen vor Angst fühlte ich auch wieder Freiheit, Normalität, Stolz. Aber: Ich wollte es erzwingen.

Ich bin also direkt auf’s Rad und habe mich meiner Angst gestellt, allerdings wirklich mit dem Kopf durch die Wand. Einige hundert Meter ging es auch gut. Beim Umdrehen dann habe ich den Lenker zu stark eingeschlagen und bin vorne über den Lenker gestürzt. Wieder auf die linke Hüfte.

Ich bin sofort wieder aufgestanden, obwohl ich den großen Blutfleck sehr wohl gesehen habe. Ich bin dann nach Hause geschoben und habe gemerkt, dass mein Bein wieder wegsackt.

Die Schmerzen wollte ich einfach nicht wahrhaben.

Dann folgte, was kommen musste: Rollstuhl in der Wohnung, Krücken, Schmerzmittel. Termine absagen, Sport absagen.

Und: Ich habe da auch mein Umfeld wieder mit reingerissen. Aber das ist mal ein anderer Blogpost.

Sich der Angst stellen ist sicher gut, blind für Risiko zu sein ist dumm.

Eine schmerzhafte Lektion.

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