Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Routine, Routine, Routine. Ein Plädoyer für Spießigkeit.

Routine, Routine, Routine. Ein Plädoyer für Spießigkeit.

Mit einer seltenen neurologischen Krankheit namens „Friedreich Ataxie“ in den Knochen, ist jeder Tag unterschiedlich. Mal fühle ich mich wie besoffene 75 Jahre, am nächsten Tag ist es wieder besser. Woran diese Schwankungen liegen? Keine Ahnung. Ich habe alles gecheckt: Wetter, Laune, Sport- und Stresslevel, Ernährung… Ich habe wirklich keine Ahnung woran es liegt, wenn es mir mal gut und mal schlecht geht.

Um mich von einem schlechten Tag nicht aus der Bahn werfen zu lassen, setze ich auf eine bewährte Morgenroutine, die ich zu 99 % auch durchziehe.

So sieht das aus

Da ich damit schon um kurz nach 5 Uhr morgens beginne, habe ich alle für mich so wichtigen Ziele des Tages bereits verfolgt, bevor ich mich im Büro dem Alltag entgegenstelle. Jeder Morgen läuft dabei gleich ab: Erst 25 Minuten meditieren, dann ein grüner Tee, dann Sport, dann Tagebuch und die großen Ziele im Leben abgleichen. Diese Reihenfolge ist natürlich kein Zufall. In mehreren Büchern, Seminaren und Coachings habe ich das als beste für mich festgestellt. Ich kann am tiefsten entspannen vor dem ersten Kaffee und habe die besten Ideen nach dem Sport.

Das mag für jeden anders sein, der Vorteil einer guten eigenen Routine als Start in den Tag dürfte aber recht ähnlich lohnend sein. Das Gehirn kann noch ein wenig auf Autopilot bleiben und die ersten Entscheidungen des Tages können wichtige Entscheidungen sein, nicht was man als nächstes macht.

Ist das verkrampft? Vielleicht. Aber es hilft mir. Denn so verhindere ich die tägliche Sinnfrage, ob ich denn auch auf dem richtigen Weg zur Gesundheit bin.

Es gelingt mir zwar nicht immer, aber ich versuche nur wenige Male pro Jahr in die Vogelperspektive zu gehen und zu analysieren, welche Therapien ich mache und wie es mir geht. Wenn ich gewissermaßen zu nah ran zoome und mich täglich frage, wie es mir geht und was ich gestern getan habe, dann drehe ich durch.

Aber ich gebe zu, mit diesem morgendlichen Ausblick fällt es auch nicht schwer.

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