Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Schulmedizin gegen Naturheilkunde. Der Gewinner? Was weiß ich…

Schulmedizin gegen Naturheilkunde. Der Gewinner? Was weiß ich…

Wenn man wie ich an einer seltenen neurologischen Krankheit leidet, hat man für Dogmen keine Zeit. Schulmedizin ist genau so wenig immer die Lösung für mich, wie auch Naturheilkunde nicht immer die beste Wahl ist. So halte ich die Balance:

Wann Schulmedizin mir geholfen hat

Wenn ich akute Schmerzen hatte, weil ich durch einen wilden Stunt mal wieder irgendwas angehauen habe, oder ein Band/Sehne/Knochen Schonung brauchte, ist eine gepflegte Schmerztablette aus Chemie oder ein schöner klassischer Tape-Verband immer noch das Mittel der Wahl für mich. Haut gut rein das Zeug und meistens will ich da gerade nix von kleinen homöopathischen Kügelchen hören.

Wann Naturheilkunde mir geholfen hat

Was mir in der Schulmedizin oft auf den Senkel geht ist, dass nur Symptome beobachtet werden: Die Hüfte tut weh? Also Spritze rein.

Das funktioniert spätestens bei komplexen Krankheiten (wie bei mir der Friedreich Ataxie) natürlich nicht mehr. Da schwöre ich dann sehr auf die naturheilkundliche Frage: Warum wird der Körper damit nicht fertig und was kann man tun, um seine Selbstheilungskräfte wieder zu stärken?

Dazu zählt für mich Akupunktur, Homöopathie, aber auch Meditation.

Dauert länger, überzeugt mich aber sehr.

Und jetzt? Die Einladung zu einer Studie

Vor wenigen Tagen wurde ich eingeladen, an einer neuen Studie für ein mögliches Gegenmittel teilzunehmen. Es ist hier näher beschrieben. Sofort keimte Hoffnung in mir auf. Die Heilung? Vielleicht zum greifen nah. Mein Herz und Kopf keiften.

Allerdings beinhaltet das Mittel einen wahren Chemiecocktail. Ich habe sofort verschiedene Ärzte um Rat gebeten und Ihre Rückmeldung war nicht eindeutig: Zum Teil zuckten die Schultern, zum Teil wurde die Stirn gerunzelt.

Und mein Verstand? Sagt: Wenn jeder so wie du jetzt zögerst, kommen nie neue Medikamente auf den Markt. Good Point.

Und mein Bauch? Sagt: Lieber nicht, wir sind hier gerade auf einem sehr guten Weg, du bist nach den Stürzen wieder fitter als vorher. Gefährde das nicht. Better Point.

Also in dem Fall gewinnt mein Bauch. Und gerade beim Frühstück auf dem Balkon habe ich entschieden: Ich nehme dieses Mal nicht teil. 

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One Response to Schulmedizin gegen Naturheilkunde. Der Gewinner? Was weiß ich…

  1. Stefan sagt:

    Tja, schwer zu sagen. Ich versuche es gerade mit beidem, sowohl schulmedizinisch als auch naturheilkundlich. Mein Weg verläuft soweit und ich werde bald aus meiner Depression raus sein.

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