Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Challenge: Positiv denken bis 9:00 Uhr (10/20)

Wie soll das klappen?!? Argh! Ich werde wahnsinnig… (Warum ich mir vorgenommen habe, mindestens morgens positiv zu denken, kann man hier nachlesen)

Warum ich nicht weiterkomme – oder: Der Sellerie

Ich will wirklich morgens besser in den Tag starten, mit besseren Gedanken, positiver. Aber irgendwie klappt das nicht. Seitdem ich mehr auf meine Gedanken achte, bin ich davon fast noch mehr genervt, als vorher.

Der Gipfel meiner üblen Laune war ein Kampf mit einem Bund Sellerie.

Erster Akt: Der Einkaufsladen

Nach der Arbeit war ich noch schnell in den Laden bei der S-Bahn gehuscht, da ich für meine Frau kochen wollte. Draußen ist es abends schon dunkel, daher versuche ich möglichst leicht bepackt zu laufen und habe versucht, möglichst alle meine Einkäufe in den Rucksack zu quetschen. Alles passte, bis auf den Sellerie. Ich nahm ihn in die Hand. Draußen fing es an zu nieseln, ich buchte ein Car2Go (Carsharing).

Ich trat in Pfützen, ich schlidderte über Blätter, aber es sollten nur 500 Meter sein. Dort angekommen hatte irgendsoein unsozialer Honk den Wagen IN SEINER GARAGE geparkt. Da kam ich nicht ran. Es begann richtig zu regnen und der Regen verdampfte auf meiner Wut-Birne.

Ich holte meinen Regenschirm heraus und der Sellerie fiel in die Pfütze.

Zweiter Akt: Die Hecke

Egal, wasche ich den halt ab. Ich machte mich auf den Weg und im Park hätte ich mich fast schon wieder beruhigt. Da kam, was kommen musste: Ein Auto kam mir entgegen, blendete mich, Ich verlor die Balance und landete in der Hecke. Der Sellerie neben mir. Ich habe leise geflucht, mir aber geschworen, dass dieser Tag mich nicht fertig macht und ich um jeden Preis diesen verdammten Sellerie mit nach Hause bringe.

Dritter Akt: Die nächste Hecke

200 Meter vor dem Haus wurde ich gerade von zwei spazierenden Rentnern überholt, regte ich mich darüber so sehr auf, dass ich vor Wut in die nächste Hecke fiel. Mit dem Po voran, ich steckte fest, es regnete. Ich war außer mir und musste mich beeilen, denn das Licht bei den Nachbarn ging an. Die wollten wohl nachsehen, was da so groß und wütend in ihren Garten gefallen war.

Irgendwo in der Hecke habe ich meinen kleinen Regenschirm verloren, aber ich habe so lange in den schlammigen Blättern gewühlt, bis ich diesen VERDAMMTEN SELLERIE wieder hatte! MANN!!!

Vierter Akt: Der Topf

So, das Schlimmste ist: Ich mag Sellerie nicht mal besonders. Aber egal, hier ging es um das Prinzip! Und immerhin: ein kleines Stück habe ich dann sogar verwendet.

Fünfter Akt

WIE SOLL MAN DABEI DENN RUHIG BLEIBEN???? Wir werden sehen…

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