Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Gesundheit auf Langstrecken behalten

Gesundheit auf Langstrecken behalten

Ich war in der letzten Woche kurz beruflich in Asien. Normalerweise mache ich so kurze Gewalt-Trips mit 17 Stunden Reisen von Haustür zu Haustür nur für wenige Tage ungern, aber dieses Mal ging es nicht anders.

Heute, am Tag nach der Ankunft sitze ich zwar müde und etwas steif, aber insgesamt wohlbehalten wieder auf dem Sofa und möchte mit euch teilen, wie ich das gemacht habe.

Es lebe das Spießertum – Die Vorbereitung

Fliegen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Auch für kerngesunde Körper ist langes Fliegen schließlich eine körperliche Belastung, bei mir (mit seltener neurologischer Krankheit Friedreich Ataxie) sieht man das aber natürlich unmittelbar: Ich laufe nach dem Aussteigen ungelenk wie C3PO und brauche normalerweise 3 Espressi, um meinen Körper wieder in Gang zu bringen.

Ich sehe bestimmt schon beim Boarding seltsam aus, mit Sport-Klamotten (damit ich weich liege), Schlafbrille (damit mich die Actionfilme des Sitznachbarn nicht wach halten), dicken Kopfhörern (gegen Fluglärm und Kinderplärren) und Thrombose-Socken (besonders sexy).

Yoga am Gate

Ich habe dann beim Zwischenstopp in Dubai, nachts um 3 Uhr Ortszeit mit meiner glücklicherweise schmerzbefreiten Kollegin direkt vor den Augen der anderen Reisenden eine Runde Yoga gemacht. Das tat herrlich gut. Wir hatten eine verschleierte Frau als unseren Fan, die begeistert stehen blieb und am Ende eine schwer zu deutende Geste machte. Es hieß eventuell „Jetzt seid ihr bestimmt entspannt“, oder „du bist im 9. Monat schwanger“, oder „ich habe gerade einen sehr großen Haufen gemacht.“ – Schien aber nett gemeint.

Sport statt Schlaf

Nach so einem langen Flug schreit der Körper natürlich erst mal heiser: „Gib mir ein Bett!“ aber das wäre ungeschickt, dann ist man sofort im Jetlag gefangen. Zum Glück hatte das Hotel ein Fitnessstudio, wo ich 30 Minuten rudern konnte, dann war es schon besser. Irgendwie finde ich es auch beruhigend, dass das Blut dann eigentlich mittlerweile aus den Beinen raus sein müsste.

5 Uhr Routine gehalten

Ich bin auch trotz Zeitverschiebung bei meiner Morgen-Routine aus Meditation, Sport und Tagebuch geblieben. Dadurch kennt mein Körper dann den Beginn des Tages schon und ich verringere die Verwirrung

Gestern bin ich dann aber doch nach der Tagesschau ins Bett und habe ausgeschlafen.

Herrlich.

 

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3 Responses to Gesundheit auf Langstrecken behalten

  1. Pius Blym sagt:

    Sehr erfrischender Beitrag. Ich habe nach so langen flügen oft ein ziemlichen durchhänger. Werde einiges beim nächsten Flug umsetzen.

    Pius Blym

  2. Deniz sagt:

    Dein Blog ist genial!

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