Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Eine gute Bänderdehnung – Re-Framing im Bootcamp

Eine gute Bänderdehnung – Re-Framing im Bootcamp

Wir hatten 1,5 Tage „Bootcamp“, also Trainingslager für die Führungs-Riege meines Arbeitgebers gebucht.

Lange Wanderungen mit Hindernissen durch den Wald, Sport im Freien, Laufeinheiten, Schlafentzug und wenig zu Essen. Also der ganze Spaß…

Übrigens, bei diesen netten Herren als Trainer:

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Nun hätte keiner meiner Kollegen sich etwas dabei gedacht, wenn ich dort nicht mitgemacht hätte. Schließlich sind die geforderten Eigenschaften wie langes Gehen, schweres Heben und schnelles Rennen – nun, sagen wir – nicht meine Paradedisziplinen.

Das wäre aber inkonsequent von mir. Ich kann nicht auf der einen Seite jedem ins Ohr tröten, dass ich bald gesund bin und dass man mich nicht schonen soll und auf der anderen Seite bei so etwas aussteigen.

Vorbereitung

Ich habe also zur Vorbereitung ein Training bei genau den Trainern im Wald gemacht, wo ich in Ruhe zeigen konnte, was ich sportlich kann und was nicht.

Denn mein fehlendes Gleichgewicht bei Dunkelheit kommt leider selbst bei motivierendem Anschreien nicht wieder.

Aber so wussten die beiden stets, wann ich Hilfe brauchte und wann nicht.

Bänderdehnung? Zum Glück!

Es waren vielleicht nicht die würdevollsten 24 Stunden meines Lebens, weil ich ständig jemanden brauchte, bei dem ich mich einhaken konnte, aber ich habe es durchgezogen.

Leider hab ich mir dann morgens um 6 (Da waren wir allen Ernstes schon 4 Stunden unterwegs) den Fuß vertreten und konnte nicht weitermachen.

Schnell habe ich dann im Hotelzimmer mit Eisbeutel auf dem Fuß das sogenannte „Re-Framing“ gemacht, also gewissermaßen der Geschichte „einen neuen Rahmen“ gegeben. Denn ich könnte mir sagen: „Schon wieder verletzt. Immer ich“. Das wäre wahr. Oder ich sage mir:

„Stark, wie ich das bis hierher durchgezogen habe und gebrochen ist nichts. Montag ist es wieder vorbei.“

Auch wahr. Gefällt mir viel besser.

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