Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Bio-Hacking? Bisschen Bewunderung, bisschen Kopfschütteln

Bio-Hacking? Bisschen Bewunderung, bisschen Kopfschütteln

Ich habe ein neues Lieblingsthema gefunden. „Bio-Hacking“ heißt es. Das ist zwar im Wesentlichen ein cooler, neuer Begriff für alte Weisheiten, aber es bringt mich gerade auf eine Reihe neuer Gedanken.

Es geht um die das „Hacken“, also Beeinflussen der Auswirkungen unserer Lebensweise auf unser Wohlbefinden, also mit Schlaf, Bewegung, Ernährung und solchen grundlegenden Aspekten.

Brauche ich das?

Nun habe ich (glaube ich) einen generell gesunden Lebensstil mit Sport, Meditation, gesunder Ernährung und ohne Alkohol. Dennoch: Selbstverständlich hat es eine Auswirkung auf Körper und Gehirn, was man isst. Neu ist mir eher, wie unmittelbar dieser Zusammenhang ist. Dass bestimmte Nahrungsmittel wie Zucker oder billiges Fleisch sich direkt auf die Leistung des Gehirns auswirken, fand ich spannend. Als ich dann las, dass man durchaus Nervenwachstum und -reparatur im Gehirn, so wie die Energieleistung der Zellen ankurbeln kann, war ich gebannt. Denn nichts anderes versuche ich ja gerade auch schulmedizinisch in einer Studie.

Neue Begriffe für alte Weisheiten?

Nun, nichts von all dem dürfte zum Beispiel Buddhisten wirklich neu sein. Eine Ausgewogenheit zwischen Körper, Geist und Energie und das sehr reduzierte, aber bewusste Essen dürfte Jahrtausende alt sein. Wenn aber neue Begriffe alten Weisheiten helfen – von mir aus.

 

Jetzt trinke ich seit einigen Tagen den berühmten, fettigen „Bulletproof-Kaffee“, verzichte bis mittags auf Kohlenhydrate und habe Fleisch drastisch reduziert. Wir wollen mal nicht den Tag vor dem Abend loben, aber ich habe wirklich gleich deutlich mehr Energie gespürt.

Meine Quellen

Ich habe mit folgenden drei Werken begonnen: „Hirntuning“ von Dave Asprey (wohl der geistige Vater der Bio-Hacking-Szene), „Bio-Hacking Optimiere dich selbst“ von Max Gotzler und „Erschaffe die beste Version von dir“ von Ralf Bohlmann.

…aber

Einige Worte noch zum generellen Duktus vieler „Bio-Hacking“ Autoren: Viele Tipps à la „Mache aus dir einen leistungsfähigeren Menschen“ verursachen bei mir Verdauungsstörungen. Auch als das Thema Meditation auf wenigen Seiten mal eben kurz angerissen wurde, habe ich die Bücher kurz durch das Wohnzimmer geworfen. Das, finde ich, geht am Ziel vorbei. Selbstverständlich machen gute Ernährung und Meditation jeden Menschen leistungsfähiger, aber das ist doch der Nebeneffekt.

Für mich geht es um eine tiefere Lebenserfahrung und darum, meine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Wenn mich die entsprechende Ernährung dann auch noch leistungsfähiger macht – warum nicht?

 

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