Guter Umgang mit schlechten Diagnosen
Update von der Studie in Innsbruck

Update von der Studie in Innsbruck

Ich habe mich entschieden, an einer Studie für ein Gegenmittel gegen die Friedreich Ataxie teilzunehmen, die unter anderem an der Klinik in Innsbruck durchgeführt wird. Bis Mai 2019 werde ich also etwa 10 Mal dahin tingeln und mit den Ärzten beobachten, ob sich was bei mir tut.

Wie es mir geht

Ich finde, es tut sich nichts. Mit geschlossenen Augen falle ich immer noch um, auf einem Bein kann ich immer noch nicht stehen und ich lege mich alle paar Tage auf’s Maul. Also eigentlich alles wie vorher. Nun mache ich in der Tat wieder im Schnitt 5 Mal Sport die Woche und kann auch nach meinem letzten Bruch wieder schmerzfrei alles machen. So weit so gut eigentlich.

Wie ich gerne hätte, das es mir geht

Nun ist Geduld mit mir selber nicht gerade eine meiner Stärken, aber ich wusste natürlich, dass die Chance auf ein Placebo genau bei 50 % liegt. Ich bin mir dessen voll bewusst gewesen, als ich die Studie antrat. Ich habe auch nicht wirklich eine sofortige Heilung erwartet, aber ein Strohhalm, eine Kleinigkeit, die sich verbessert – die hätte ich schon gerne gehabt.

Darum hielt ich auch den Ärzten bei den letzten Untersuchungen einen Vortrag darüber, warum ich in der Placebo-Gruppe sein muss.

Wie die Ärzte finden, das es mir geht

Interessanter Weise sehen das die Ärzte so klar nicht. Die Grundwerte sind alle top: Ruhepuls 65, Blutdruck 120/80, Sauerstoffsättigung 98 %, 79 kg Gewicht auf 1,85m und sehr gute Werte beim Belastungstest auf dem Fahrrad. Hinzu kommen leichte Verbesserungen bei kleineren neurologischen Tests wie Hand-Auge Koordination und Hände ruhig halten und so.

Wie es weitergeht

Stehe ich mir selber vielleicht im Weg mit einer überkritischen Haltung? Ich habe einen interessanten Satz in einer geführten Meditation gehört, den ich jetzt mal in den kommenden Wochen verdauen werde:

Vertrauen Sie Ihrem Körper, dass er sich heilt. Wenn Sie sich in den Finger schneiden, sind Sie auch nicht überkritisch mit dem Fortschritt. Sie lassen es passieren und dann heilt er. Gehen Sie aus dem Weg.

4 Responses to Update von der Studie in Innsbruck

  1. Karin Schwalm sagt:

    Hallo Hendrik
    Geduld,Hoffnung aber auch Zuversicht, Vertrauen ins Grosse und immer wieder Momente der Leichtigkeit und null Gedanken an Krankheit,Ärzte, etc.das wünsch ich Dir.
    Danke Dir als Versuchskaninchen
    Herzliche Grüsse
    Karin

  2. Schwalm Karin sagt:

    Hoi Hendrik
    Update? Wie geht es Dir?
    Mit besten Wü.schen und Grüsse
    Karin

Kommentieren