Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Lange Zeiträume überstehen – wie ich meinen Fokus neu ausgerichtet habe

In der aktuellen Studie für ein Gegenmittel zu Friedreich Ataxie muss ich jetzt noch einen langen Zeitraum (5 Monate bis Mai 2019) überstehen ohne Verbesserungen zu sehen. Hier zeige ich, wie ich das mache.

Der Hintergrund

Als ich die Studie antrat wusste ich, dass die Chance ein Placebo zu bekommen bei genau 50 % liegt. Ich mache das also niemanden zum Vorwurf und ich hadere auch nicht mit meiner Teilnahme an sich. Dennoch hätte ich mir natürlich sehr gewünscht, dass zumindest ein kleines bisschen Verbesserung zu sehen ist.

Sehen wir uns die Fakten an

Ich bin gerade auf der Halbzeit-Marke des 48 Wochenprogramms, das leider (noch) nicht die erhofften Verbesserungen bringt. Ich will aber unbedingt bis Ende Mai durchziehen, weil ich erstens der Studie zum Erfolg verhelfen will und zweitens sozusagen als Belohnung für die Teilnahme dann das Mittel bekomme. Also heißt es bis zum Ende durchhalten und gesund bleiben.

Die alte Sicht

Boah, dauet das lange. Ich stolpere hier so durch den Tag, lege mich hin und wieder auf’s Maul und sehe keine neurologischen Verbesserungen. Da positiv zu bleiben kostet mich viel Kraft und ist mitunter sehr frustrierend. Alles mentale und körperliche Training ist dadurch Schadensbegrenzung während ich die Zeit bis Mai absitze.

Die neue Sicht

Doch was, wenn ich die Zeit ganz anders definiere? Wenn das jetzt die Vorbereitungszeit auf den großen, langersehnten Wettkampf Ende Mai ist? Dann wäre ich froh über jeden Tag, an dem ich mich körperlich und mental vorbereiten kann. Und wenn dann im Mai das Mittel endlich einschlagen kann, dann ja wohl eher bei einem top fitten Geist und Körper.

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