Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Der Nuller – Morgen. Den Spaß behalten.

Ja, gegen so eine Krankheit ist Disziplin sehr wichtig. Ich wäre wohl der erste, der das unterschreibt. Disziplin ist wichtig um jeden Tag die Gesundheit im Blick zu behalten und sich immer wieder aufzuraffen, das zu trainieren, was zwar hilft, aber keinen Spaß macht. Aber es gibt Ausnahmen.

Meine Routinen

Bei mir sieht eigentlich jeder Morgen gleich aus. Der Wecker summt um 4:50 Uhr, dann Meditation, Mentaltraining und Tagebuch schreiben. Ab 6:00 Uhr dann Sport und ab 6:50 Uhr in die Dusche, dann bin ich ansprechbar.

Das ziehe ich auch an Feiertagen und auf Reisen durch.

Der Nutzen

Manche sagen 21 Tage, manche 66 Tage – so lange dauert es, bis man sich neue Gewohnheiten wirklich zu eigen gemacht hat. Wie etwa das Zähneputzen. Man denkt nicht drüber nach, sondern macht es einfach automatisch. Das bedeutet aber, ein paar Wochen muss das Motto gelten „Augen zu und durch!“ Und wenn jede Zelle im Körper schreit, dass es eine dumme Idee ist – man muss es trotzdem machen.

Jede meiner inzwischen hoch geschätzten Routinen ist so entstanden. Früh aufstehen, was erst mal schwer ist; Meditieren, was erst mal nervt; Sport, was erst mal weh tut Durch Disziplin. Und das ist übrigens kein Talent oder angeborene Fähigkeit. Jeder kann diszipliniert sein. Jeder.

Irgendwann

Trotzdem ist es auch irgendwann mal gut. Ich habe heute wieder gemerkt, dass man durch so viel Selbstoptimierung irgendwann das Gefühl für den Augenblick verliert. Ich habe nur noch für eine ideale Zukunft im Irgendwo gelebt.

Aber das Leben passiert jetzt.

Nuller Morgen

Ich binde regelmäßig Auszeiten in meine Monate ein, die ich dann „Nuller Morgen“ nenne: Null Meditation, null Sport, null Bock zu irgendwas. Einfach länger schlafen, duschen, frühstücken und los.

Manchmal ist das herrlich befreiend und hilft, das Leben im Moment zu genießen. Versprochen, morgen klingelt der Wecker dann wieder um 4:50 Uhr.

Heute aber nicht. Carpe Diem.

Kommentieren