Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Mantra schreien – Negative Gedanken abbrechen

Stockholm, Badezimmer im Hotel heute morgen. Aus mit völlig unerfindlichen Gründen bin ich einfach so im Zimmer übel gestürzt. Knie verdreht, Fuß geprellt, tat tierisch weh. Und das Glas habe ich auch noch runtergefegt. Aber als ich da am Boden lag, habe ich erstmals reflexartig etwas angewendet, das ich vorher wochenlang geübt hatte.

Mich selber (gedanklich) anbrüllen

Eigentlich überkommt mich dann immer eine Welle Scham und wenn die weg ist, klebt eine gehörige Portion Angst vor der Zukunft an mir, die ich dann mühsam über den Tag verteilt loswerden muss. Willkommen in meiner Gedankenspirale, die nirgendwo hinführt, nur immer tiefer.

Gestern aber lief es besser. Sofort feuerte in mir das Mantra ab, das ich dafür gelernt habe: „Looking good, feeling good, oughta be in Hollywood!“

Eigentlich albern, aber darum geht es ja. Sich selber laut, oder in Gedanken, anbrüllen mit positiven Gedanken. Das ist gleichermaßen primitiv, wie effektiv. Man kann nämlich nicht zwei Gedanken auf einmal haben. Niemand kann sich hoffnungsvoll und deprimiert zu gleich fühlen.

Gerne albern

Welches Mantra dafür ausgewählt wird, scheint mir nicht so entscheidend. Das kann etwas Ausgedachtes sein, oder etwas, das einen an eine schöne Situation erinnert, deutsch, oder eine andere Sprache. Ich glaube, das spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass einen die wenigen Wörter sofort zu anderen Gedanken zwingen.

Nicht verdrängen, nur verschieben

Nun sind ja nicht alle negativen Gedanken ohne Grund da und wegrennen bringt ja auch nichts. Aber über meine Zukunft mit und ohne Krankheit denke ich doch lieber wann anders nach, als schmerzverzerrt und müde auf den Zimmerboden.

Fazit

Wenn ich jetzt so ausgeschlafen und gestärkt durch ein Frühstück darüber nachdenke: So schlimm war es eigentlich gar nicht.

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