Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Die positiven Muskeln trainieren

Jetzt in der aktuellen Zeit, wo ich genau wie alle anderen Menschen, zur hause bin, zeigt sich die, wie wirkungsvoll das Trainieren von positiven Gedanken ist.

Es gibt einen Spruch bei Spezialeinheiten: im Ernstfall wächst man nicht über sich hinaus, sondern fällt zurück auf das Niveau des eigenen Trainings. Das erlebe ich jetzt am eigenen Leib.

Meine morgendliche Routine

Zum Glück habe ich mir folgendes angewöhnt und die ich empfehle strengstens, es mir nach zu tun:

Jeden Morgen schreibe ich mir drei Dinge auf, für die ich an diesem Tag dankbar bin. Das klingt vielleicht zuerst kitschig, ist aber sehr wirkungsvoll, denn es passiert folgendes. Nach einigen Tagen gehen einem die offensichtlichen Punkte aus. Dann muss man sich auf die kleinen Dinge besinnen. Und tatsächlich: das Sonnenlicht, die frische Luft, zwei funktionierende Ohren und so weiter. Auch die kleinen Dinge muss man irgendwann auf die Liste nehmen, weil man die großen alle schon einmal genannt hat.

Warum das funktioniert, die Hintergründe

Es wird in mehreren Büchern immer wieder beschrieben: das Gehirn hat gewissermaßen ein negatives Vorurteil gegenüber dem Leben. Es vermutet grundsätzlich hinter jeder Ecke eine Gefahr und bewertet selbst neutrale Ereignisse tendenziell immer negativ oder gefährlich. Das liegt daran, dass wir vor vielen tausend Jahren am besten ein wenig zu vorsichtig waren, denn sonst wären wir zu schnell das Abendessen eines Säbelzahntigers geworden.

Diese außergewöhnlich negative Beurteilung unserer Umgebung hatte also in den klaren evolutionären Vorteil. Doch heute, wo alles um uns herum sicher ist, müssen wir uns diesen Blick manchmal mühsam wieder abgewöhnen.

Positiv denken ist wie ein Muskel. Kann man trainieren. Zum Beispiel jetzt gleich.

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