Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Viel hilft viel? – Jetzt mal alle raus hier

Ok, ich gebe zu: diesen Blogpost schreibe ich mit Ruhepuls 205. Ich bin gerade stinksauer, weil ich die Heilung wieder aus den Augen verloren habe.

Die Heilung blitzt auf

Ich hatte in den vergangenen Wochen zwei Mal eine Wunder-Woche. Alles wurde deutlich besser: Gangbild, Sprache, Feinmotorik, alles. Das Blut gefror mir vor Begeisterung.

Doch gerade nachdem ich mir sicher war, dass es mehr war als eine Reihe guter Tagesformen, rann es mir wieder durch die Hände. Kurz danach war alles wieder weg, ohne dass ich auch nur entfernt eine Ahnung hätte, warum.

Nicht klug, aber verständlich

Meine Reaktion war immer die gleiche: Ich raste in Gedanken durch alle vielversprechenden Heilungsansätze der vergangenen Zeit.

In meinem Kopf entstand ein Strom aus positiven Bildern und einfachen Lösungen, die ich einfach nur machen muss. Also stopfte ich Vitamine und Nahrungsergänzungen in mich rein, machte sanfte Fußbäder, roch an Weihrauch, verzichtete auf Kohlenhydrate und und und…

Alles ohne Plan

Aber alles ohne Plan. In der Panik die Lösung vor den Augen zu haben, aber nicht zu erkennen, ist mein Motto „viel hilft viel“ gewesen.

Aber in diesem Nebel aus allem Möglichen sehe ich natürlich nie was mir hilft und was nicht. Also schmeiße ich erst mal alles raus und mache mir einen Plan, den ich dann einfach mal acht Wochen lang durchziehe bis Ende des Jahres.

Die Lösung habe ich wahrscheinlich schon

Selbstverständlich mache ich mich mit diesem Hinterherrennen nach einfachen, alternativen Lösungen von anderen abhängig und mache mich auch viel kleiner, als ich bin. Ich weiß eigentlich natürlich, welche Ernährung mir gut tut und dass ich regelmäßig Sport machen muss.

Ich weiß eigentlich auch, dass ich natürlich viele Übungen machen muss, auf die ich überhaupt keine Lust habe. Damit ich mir nicht zu viel vornehme, und das schon wieder gar nicht durchziehe, mache ich mir einen ausgewogenen Plan aus Übungen, die mir Spaß machen und Übungen, die Sinn machen. Nach 8 Wochen sehen wir dann weiter.

Foto von Mike Gamio

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