Guter Umgang mit schlechten Diagnosen

Eine Selbst-Studie klappt nicht so richtig – oder warum das hier so ruhig war

Puh, äh, wo fange ich an? Ich wusste wochenlang nicht, was ich schreiben soll. Aber schön der Reihe nach.

Ich bin mein eigenes Versuchskaninchen

Nachdem ich die Studie in Innsbruck beendet habe, weil sie einfach nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, war ich wieder auf der Suche nach einem neuen Ansatz. Es gibt in der Tat ein als hoffnungsvoll beschriebenes Mittel zu verwenden, das bereits seit vielen Jahren für eine andere Krankheit erfolgreich eingesetzt wird.

Es gibt diesbezüglich gerade eine laufende Studie in Italien, aber gerade in der jetzigen Corona-Zeit bin ich nicht so scharf auf regelmäßige Reisen nach Rom, zumal ich die Reisekosten selber tragen müsste. Hier gibt es dazu weitere Infos.

Es gibt aber natürlich legale Wege, an ein Medikament zu kommen, wenn der Arzt des Vertrauens dies verschreibt.

Phase 1: 400mg pro Tag, bis zum toten Punkt

Ich habe so begonnen, wie es in der Studie vorgesehen ist. 400 mg pro Tag, 200 mg morgens und 200 mg abends. Der Anfang war schon mal nicht schlecht. Ich hatte weder spürbare nebenwirkungen, noch Übelkeit, noch sonst irgendwas. Dafür wurde meine Koordination und mein Gleichgewicht immer besser.

Es war zwar nicht der eine große Moment aber immer wieder kleine Momente, an denen ich deutliche Verbesserungen gespürt habe. Hier mal ein sicherer Stand im Dunkeln, dann wiederum ein schneller präziser Griff Punkt ich habe in meinem Kopf schon den triumphierenden blogbeitrag geschrieben.

Dann brach es allerdings ein. Ich habe nicht nur keine Verbesserungen mehr gespürt, sondern den fast täglich am Ende wieder schwer gestürzt, mit platzwunde, Knie verdrehen, blauen Flecken und so weiter. Es wurde so bedrückend, dass ich etwas verändern musste.

Ich war am ersten Toten Punkt.

Phase 2: 200mg pro Tag, bis zum toten Punkt

Daraufhin habe ich dann die Dosis halbiert. Morgens 100 mg, abends 100 mg. Damit hatte ich zwar keine großen Verbesserungen mehr, aber auf jeden Fall weniger Stürze und ein insgesamt stabiles Gefühl.

Nach einigen Wochen aber war auch dies wieder aufgebraucht, und ich begann wieder zu stürzen. Bis es am Ende fast wieder täglich ein übler Sturz vor. Meine nicht so stolze Bilanz der letzten woche: eine ausgekugelte Schulter, ein Hämatom im Gesicht, eine bänderdehnung im Fuß. beim letzten üblen Sturz dann habe ich entschieden, wieder etwas zu verändern.

Ich war am zweiten to Punkt.

Phase 3: On / Off als Versuch

Jetzt nehme ich seit 5 Tagen wieder keine Medikamente. es hat sich insgesamt körperlich bei mir beruhigt, allerdings habe ich nun für dich auch keine neue hoffnungsfelle. Meine neueste Theorie ist jetzt einer on off Therapie zu versuchen: eine Woche das mit comment weglassen, dann wieder eine Woche nehmen. Ich kann es mir zwar medizinisch nicht erklären als Laie, könnte mir aber vorstellen, dass das meinem Körper vielleicht mehr Zeit gibt, mich daran zu gewöhnen.

Immerhin Doppel und ich habe auch viel vor viel Energie und Lust, Sport zu machen.

Kommentieren